StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin
Neueste Themen
» Deus Ex Machina IX
Sa 15 Dez 2018, 01:24 von RavN

» 1000 Dinge, die wir hassen
Mi 05 Dez 2018, 19:07 von RavN

» Hitman: Sarajevo Six-Infothread
Mi 31 Okt 2018, 14:15 von SanderCohen

» Der "Was habt ihr euch zuletzt gekauft?" Thread
Mo 29 Okt 2018, 15:56 von RavN

» Deus Ex Machina VIII
Fr 24 Aug 2018, 16:50 von RavN

» Arche Internetz (Geistesgestörte unter sich)
Fr 24 Aug 2018, 13:00 von Onkel Mori

» The Evil Within 2 - Tagebuch & Review
Mi 08 Aug 2018, 15:24 von SanderCohen

» 1000 Dinge, die wir lieben
Fr 22 Jun 2018, 15:02 von SanderCohen

» Der "Das Spiel hat doch was gegen mich!!!" Thread
So 29 Apr 2018, 01:10 von Taiyou


Teilen | 
 

 The Evil Within 2 - Tagebuch & Review

Nach unten 
AutorNachricht
SanderCohen
Admin
Admin
avatar

Männlich Anzahl der Beiträge : 91
Anmeldedatum : 27.02.17
Alter : 33
Ort : Minden

BeitragThema: The Evil Within 2 - Tagebuch & Review   Mo 06 Aug 2018, 22:31



Wer im alten Eidosforum unterwegs war, kennt vielleicht das erste Tagebuch zu "The Evil Within", welches im Grunde genommen eine etwas andere Review zu dem Spiel war und von mir erstellt wurde und dann von vandit ebenfalls fortgeführt wurde. In diesem Thread kommt nun also das Tagebuch zu The Evil Within 2 rein.

KAPITEL 1: WAS IST DENN HIER ANGEBRANNT? ACH, NUR MEINE TOCHTER!



Vorweg sei gesagt, dass dieses Spiel nicht für Kinder geeignet ist. Ob es für ältere Menschen geeignet ist, weiß ich nicht, aber zur Not sollte man einfach etwas Haftcreme parat haben.

Das Spiel beginnt mit einer sehr wichtigen Szene. Im ersten Teil konnte man erfahren, dass Sebastians Tochter Lily bei einem Hausbrand ums Leben kam. Lilys Mutter und Bastis Ehefrau Myra konnte das ganze aber nie wirklich glauben und wollte als Detektivin die Wahrheit herausfinden, bis sie eines Tages verschwand. Es gibt zwei Dinge, die der Spieler weiß, aber nicht Basti:

1. Die Krankenschwester Tatiana, die man im ersten Teil traf und bei der man seine Fähigkeiten und Waffen verbessern konnte, arbeitet für die Firma Mobius. Mehr über die Firma später.

2. Bastis Ehefrau Myra war nicht verschwunden, sondern arbeitet ebenfalls für Mobius.

Das Spiel beginnt also damit, dass wir unsere Tochter Lily aus dem Flammenmeer befreien sollen. Das tun wir ganz einfach, indem wir in das Haus stürmen und am Ende Lily in ihrem Zimmer finden. Bevor wir die Kleine retten können, gibt es umgeben von Flammen, erst einmal eine Umarmung.

Tolle Idee, mitten in der Flammenhölle erstmal umarmen und kuscheln. Kommt gut bei der Feuerwehr an, bestimmt. Jedenfalls geht Lily in Flammen auf, verbrennt bei lebendigem Leib und nimmt Basti gleich mit in den Flammentod. Zum Glück war alles nur ein Traum gewesen und Basti wacht angetrunken und fertig in einer Bar auf. Er hat die Ereignisse vom ersten Teil noch nicht verarbeitet.


Adieu liebe Einrichtung!

In der Bar sehen wir also einen sehr angeschlagenen Sebastian Castellanos. Vom ehemaligen Detektiv ist hier nicht mehr viel zu erkennen, das spielt aber keine Rolle, denn bevor wir auch nur einen Gedanken an irgendetwas verschwenden können, taucht Juli Kidman auf.

Kidman war eine junge Detektivin, die von Sebastian trainiert wurde. Am Ende des ersten Teils entpuppt sie sich als Verräterin, da sie für Mobius gearbeitet hat. In den herunterladbaren DLCs erfahren wir dann mehr über sie und die Wahrheit. Doch diese Wahrheit kennt Sebastian nicht, ebenso wenig viele andere Dinge, die man nur in den besagten DLCs erfährt.

Nun steht Kidman also mitten in dieser verlassenen Bar vor uns, mit dabei zwei Typen von Mobius, die glatt aus den Matrix-Filmen geklaut wurden. Kidman erzählt uns, dass Sebastians Tochter Lily nicht bei einem Hausbrand ums Leben kam, sondern das alles von Mobius so geplant gewesen ist. Lily lebt und ist nun der neue Kern einer neuen STEM-Maschine.

Der STEM ist eine Maschine, an der Menschen über ihre Gehirne miteinander verbunden werden. Das ganze funktioniert mit einem speziellen Menschen, der als "Kern" bezeichnet wird. Dieser Kern kann all die angeschlossenen Gehirne nutzen und die dazugehörigen Menschen in einer virtuellen (gedanklichen) Welt "leben" lassen. Anders formuliert: Ein Mensch erschafft in Gedanken eine Welt und andere Menschen können mit Hilfe des STEMS diese gedankliche Welt betreten. Es gilt: Wer im STEM stirbt, stirbt auch in der realen Welt oder wenn der Kern beschädigt ist.

Jedenfalls wird Sebastian in eine Einrichtung von Mobius gebracht. Ja, die Typen sind vielleicht mächtiger als Umbrella je war, aber auch selten dümmer als alles, was man bisher so an Bekloppten aus Filmen und Videospielen kennt. Mehr dazu aber ganz am Ende des Spiels.

Sebastian befindet sich in einen riesigen Raum, wo überall die berühmten STEM-Wannen stehen, wo die Leute hinein gelegt und mit dem System verbunden werden. Bevor Sebastian aber irgendetwas tun kann, wird er vom Administrator begrüßt, dem Obermacker von Mobius.


Boss von Mobius und Weltmeister der dunklen Augenringe - Der Administrator!

Man kann sagen was man will, aber der Typ sieht so aus, wie ich nach zwei Tagen ohne Schlaf, nur das meine Haut unter den Augen noch schwärzer ist. Der Typ erklärt uns, dass Sebastians Tochter Lily seit vielen Jahren an das STEM angeschlossen ist. Nicht als normaler Probant, sondern als Kern. Das Problem ist, dass mit Lily irgendetwas schief gelaufen ist und man den Kontakt im STEM verloren hat.

Sebastian bekommt also eine einmalige Chance: Er hilft Mobius dabei, alles wieder in Ordnung zu bringen und Lily aus dem STEM zu holen und im Gegenzug kann er seine Tochter nicht nur sehen, sondern auch retten. Naja, wenn man von Rettung überhaupt reden kann, immerhin macht ein Kerl mit dunklen Augenringen, der für die schlimmste Firma der Welt arbeitet nicht gerade einen vertrauensvollen Eindruck.

Wir haben also keine Wahl: Wir werden in die Wanne gelegt, von Kidman kurz eingewiesen und ans STEM angeschlossen. Heimlich wünschen wir uns, dass unsere Tochter doch lieber verbrannt wäre und wir mit Kopf und Kinn immer noch betrunken auf dem Tisch in der Bar wären. So beginnt also The Evil Within 2.

_________________
Nach oben Nach unten
SanderCohen
Admin
Admin
avatar

Männlich Anzahl der Beiträge : 91
Anmeldedatum : 27.02.17
Alter : 33
Ort : Minden

BeitragThema: Re: The Evil Within 2 - Tagebuch & Review   Mi 08 Aug 2018, 15:24

KAPITEL 2: DIE GEILE KÄTHE VOM OBI-MARKT!



Das Kapitel beginnt mit einer Cutscene, in der Lily zu ihrem Vater geht und ihn bittet, die kaputte Stoffpuppe zu reparieren. Die Puppe sieht nur zufällig so aus wie Sebastian im ersten Teil mit schwarzer Weste, weißen Hemd und roter Krawatte. Basti (ich nenne ihn jetzt immer so) erklärt seiner Tochter, dass ihre Mutter Myra besser darin ist, Dinge zu reparieren. Das ganze endet damit, dass Myra etwas besorgt um ihren Mann ist, da dieser zu viel arbeitet und erschöpft ist. Alles ist, wie man sich denken kann, eine Erinnerung aus der guten alten Zeit.

Die Cutscene verschwindet und wir befinden uns plötzlich in Bastis alten Detektivbüro. Dieses Büro ist der wichtigste Ort im ganzen Spiel, denn wir werden hier sehr oft zurückkehren. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir nicht viel hier machen. Kidman kontaktiert uns via Funkgerät und weist uns darauf hin, dass irgendwo Infos zu der Stadt und zu dem Mobius-Team sind.

Okay, also die Stadt heißt Union und ist eine typische Kleinstadt. Wo wir gerade dabei sind: The Evil Within 2 ist kein Open World-Spiel, aber es bietet wie erwähnt, eine Kleinstadt, die man frei erkunden kann. Manche Bereiche schweben in der Luft und scheinen unerreichbar zu sein, aber das täuscht. Auch die schwebenden Stadtteile werden später mit Hilfe des sogenannten "Marks" besucht. Ich kann an dieser Stelle schon verraten, dass die großen offenen Areale dem Spiel sehr gut getan haben und es wird dieses Mal nicht so verrückte Schauplatz-Wechsel wie beim ersten Teil geben. Hier und da wird man sich aber trotzdem wie in einem Dali-Gemälde oder wie in einer Traumlandschaft vorkommen.

Es gilt: In der Welt von The Evil Within 2 könnten dir fliegende Schafe in Politessen-Uniform begegnen, die dir ein Knöllchen für das Falschparken deines Esels geben. Moment! Was??? Das wäre ja total verrückt! Ja, ist es auch, aber die Wahrscheinlichkeit dass so etwas in diesem Spiel passieren könnte, ist durchaus gegeben, immerhin spielt sich alles im Kopf eines kleinen Mädchens ab, dessen Gedankenwelt so aus den Fugen geraten ist, dass ein verrückter, künstlerischer Psychopath und ein fanatischer Pater die Macht übernommen haben.

Genug mit den Verrücktheiten. Basti erfährt also, dass die künstliche Welt eine Kleinstadt namens Union ist und dass dort alle Menschen leben, die an das STEM-System angeschlossen sind. Im Klartext heißt das: Sehr viele Menschen bevölkern die künstliche Stadt. Wir werden schon bald erfahren, dass die meisten der Bewohner nicht mehr ganz frisch im Gebälk sind und zu "Verlorenen" verwandelt wurden. Aber mehr dazu, wie gesagt später.

Wir erfahren außerdem, dass Mobius ein Team nach Union geschickt hat, um das ganze Ding wieder in Gang zu setzen. Hat ja super geklappt, denn ausgerechnet wir sollen auch noch neben Lily diese Mobius-Agenten retten. Spätestens jetzt weiß Basti: Der Tag wird richtig beschissen und ich als Spieler merke: Die ganzen Typen werden entweder nervig sein, wie die 38 Grad in meinem Zimmer oder die Typen haben irgendwelche Nebenaufgaben, die mich meine kostbare Munition kosten wird.

Wir reden noch kurz mit Kidman und verlassen dann das Büro durch den berühmten Spiegel. Ja, man kann wieder durch Spiegel gehen. Warum es keine Türen gibt - das fragt sich selbst Basti in dem Moment. Jedenfalls kommen wir in einem großen Raum raus, dessen Seiten mit riesigen roten Vorhängen dekoriert sind. Vor uns zieht sich ein weiterer roter Vorhang nach oben zur Decke und gibt eine versteckte Tür frei.


Wer den Film "The Cell" gesehen hat, kennt solche "Vorhänge".

Dumm wie Basti ist, geht er durch die Tür, die sich verschließt und nun steht er vor einem Gemälde mit einer Tür. Spontan drehen wir uns um und dort ist die Tür vom Gemälde, allerdings nicht gemalt, sondern sehr real. Rechts an der Tür hängt ein Schild: William Baker.

Das ist der Anführer von den Mobius-Agenten, die wir retten sollen. Hinter der Tür befindet sich ein langer Korridor mit roten Tapeten. Hm, hat der Baker einen Puff eröffnet oder warum diese roten Tapeten? Nein, der Baker hat keinen Puff eröffnet, da wir ihn im nächsten Raum schon treffen werden.


Der gute alte Baker. Keine Sorge, dass sind nur Schädelknochen die da aus seinem Kopf kommen!

Tja, da ist der gute Baker. Er schwebt in einem mysteriösen Feld und in Zeitlupe sehen wir, wie eine Kugel seinen kompletten hinteren Schädel weg fetzt und literweise Blut in einem hohen Bogen aus seinem Schädel spritzt. Das wäre nicht so makaber, wenn es nicht in Zeitlupe wäre und wenn es nicht in einer Art Endlosschleife immer und immer wieder von vorne gezeigt werden würde.


Resident Evil?

Noch geschockt, aber wissend, dass es dem Baker gut geht, durchsuchen wir die Umgebung ab und gelangen schließlich in ein Treppenhaus, welches stark an Resident Evil erinnert. Bevor wir weiter Erkunden können, klingelt ein Telefon in einer kleinen Nische. Dumm wie wir sind, nehmen wir den Hörer ab und hören ein gestörtes, kurzes Lachen am anderen Ende der Leitung. Wer auch immer das war, weiß nun, dass der Basti im Haus ist. Gut gemacht, Basti. Willst wohl auch in Zeitlupe und Endlosschleife verewigt werden.


Der Eingang zur Lustgrotte? Wohl kaum!

Wir folgen den Treppen nach oben und finden viele verschlossene Türen. Zwischendurch treffen wir auf eine Zivilistin, die uns um Hilfe bittet und dann schnell wieder verschwindet. Ohne Schlüssel oder Pistole können wir ihr nicht helfen. Nach ein paar Stufen sind wir ganz oben im Treppenhaus angelangt. Die Zivilistin war so komisch und paradox, dass sie uns immer noch in Gedanken verfolgt. Vor uns ist nun die einzige offene Tür. Übersehen kann man sie nicht, da sie mit vielen roten Stoffbahnen dekoriert ist. Willkommen in Bakers neuem Puff - ja, so einen Eindruck hinterlässt der rot ausgeschmückte Eingang.


Stefano zeigt einem Zivilisten, was Kunst ist. Du wirst gleich aufgeschlitzt, lalalala...

Wir folgen dem roten, ganz unauffäligen Weg durch eine Doppeltür und sehen einen Zivilisten, der vor irgendetwas zu fliehen versucht. Vor uns befinden sich Sofas und bevor wir nachdenken können, befinden wir uns schon in Deckung hinter einem der Sofas. Ein Mann in einem blauen Anzug und mit einem roten Schal teleportiert sich zu dem Zivilisten und rammt dem armen Mann ein Messer in den Bauch. Er schlitzt den Mann von unten nach oben auf und in dem Moment, wo der Mann stirbt, macht der Mann im blauen Anzug ein Foto. Der tote Zivilist befindet sich darauf in einem Feld, in dem er in Zeitlupe und in einer Endlosschleife immer wieder die Momentaufnahme seines eigenen Todes erlebt.


Wenn wir hier aus der Deckung gehen, sind wir sehr schnell sehr tot.

Wir müssen nicht groß nachdenken und wissen nun, dass ein Psychopath sein Unwesen in Union treibt. Bevor wir weiter die Galerie erkunden können, fällt ein Bild, welches ans sofa angelehnt ist um und der verrückte Künstler wird auf uns aufmerksam. An dieser Stelle will uns das Spiel mitteilen, wie man schleichen und in Deckung gehen kann, was aber sehr bescheuert ist, denn immerhin sind wir schon längst in Deckung und am schleichen. Wir skippen das unnütze Tutorial und schleichen von einem Sofa zu nächsten, damit der verrückte Künstler uns nicht erwischt. Würde er uns bemerken, so würde er uns die Kehle aufschlitzen und uns in Zeitlupe und Endlosschleife packen. Tolle Aussichten also.

Der Künstler, dass werden wir später noch erfahren, hört auf den Namen Stefano Valentini. Ja, er ist Künstler, wenn auch ein sehr brutaler Künstler. Tatsächlich wurde er von Mobius engagiert, um die Stadt Union kreativ mit zu gestalten. Tja, den Vollpfosten bei Mobius ist nur entgangen, dass Stefano ein waschechter Psychopath ist, er von seinem Wahnsinn weiß und sich in der realen Welt als normaler Mensch ausgegeben hat. Und nun ist Basti wohl das nächste Opfer bzw. das zukünftige Meisterwerk. An dieser Stelle wird mir als Spieler klar, dass Stefano wohl einer der Bossgegner sein wird. Genau an dieser Stelle hätte ich mir lobend auf die Schulter für meine Detektivarbeit klopfen können, denn Stefano ist einer von drei Bösewichten im Spiel und dementsprechend auch ein Bossgegner.


Ein Uhrenpendel in einem Treppenhaus? Wer baut denn sowas?

Ich beschließe, den toten Zivilisten nicht weiter zu beachten, dem geht es schließlich besser als mir. Bei mir dreht sich der Magen um, weil ich denke, dass Stefano gleich auftauchen wird. Entweder das oder mein Magen dreht sich um, weil ich gestern noch zwei Liter kalten Orangensaft getrunken habe. Es geht weiter durch Galerien und dem altbekannten Treppenhaus mit dem Telefon. Viel verändert hat sich nichts.


Ist das Kunst oder kann das weg?

Moment mal! Da schwingt ein Uhrenpendel mitten im Treppenhaus hin und her. Nein, ich habe keine Drogen genommen. Da schwingt ein riesiges Uhrenpendel in einem Treppenhaus hin und her. Dass überall Leichentücher über den Treppengeländern hängen, stört mich eher weniger. Wie schon im anderen Treppenhaus vorher so sind auch hier fast alle Türen abgeschlossen. Nach ein paar Metern kommen wir in einen großen Raum in dessen Mitte sich etwas riesiges befindet. Nach und nach gehen Lichter an und das mit Abstand größte Kunstwerk wird enthüllt: Die Wiedergeburt. Das riesige Kustwerk zeigt eine schwebene Braut die viele Arme hat und umgeben ist von anderen schwebenden Toten. Sehr verstörend und makaber, aber auch faszinierend, weil es tatsächlich kreativ ist.

Wir lassen uns von der schwebenden Braut nur kurz beeindrucken und fahren dann mit dem Aufzug, dessen Türen sich wie von Geisterhand öffnen, nach oben in das nächste Stockwerk. Oder fahren wir nach unten? Wir wissen es nicht, aber viel schlimmer kann der Tag auch nicht mehr werden. Ich meine, immerhin läuft hier ein Psychopath rum, der mit Blut und Fleisch neue Eigenkreationen erschafft.


Tine Wittler könnte hier mal neu dekorieren!

Überraschenderweise ist der nächste Raum sehr dunkel und wir stehen plötzlich vor Menschen? Puppen?, die alle mit einem Strick aufgehangen in der Luft hängen. Erfahrungsgemäß werden sich diese schwenbenden Leichen wahrscheinlich neu positionieren. Kommt schon, seit Resident Evil 7 bin ich es gewohnt, dass Schaufensterpupen sich wie von Geisterhand umdrehen. Ihr könnt mich nicht mehr überraschen.


Hinter der Tür steht der schlechteste Fotograf, den man je gesehen hat.

Wir rennen also zum Ende des Raums und untersuchen eine Zeichnung. Hinter meinem Rücken höre ich schon, wie sich die schwebenden "Puppen" neu positionieren. Na, wer hats gesagt? Richtig! Die Puppen schweben nun an neuen Stellen und haben sich heimlich vermehrt. Jedesfalls sind das mehr Puppen als vorher. Wir rennen zur gegenüberliegenden Seite und wollen die frisch entstandene Tür öffnen. Hinter der Tür steht Stefano, der ein Foto von uns macht. Als wäre das nicht schlimm genug, haben die Puppen nun einen Gang geformt, an dessen Ende ein Spiegel mit unserem Foto ist.


Die geile Käthe stellt sich vor!

Wir gehen zum Spiegel, nehmen das Foto und sehen plötzlich eine dunkelhaarige Frau in einem roten Kleid im Spiegel. Wir drehen uns um, aber sie ist nicht dort. Kaum schauen wir zurück in den Spiegel, da starren uns mehrere Köpfe an, alle mit schwarzen Haaren und der vorderster Kopf mit einem breiten lächeln. Darf ich vorstellen: Die geile Käthe aka "The Guardian". Das Vieh zerbricht den Spiegel mit der riesigen Kreissäge, die es am rechten Arm montiert hat (für einen klassischen Piraten-Haken hats nicht mehr gereicht) und jagt uns nun durch den neu entstandenen Korridor, der hinter dem Spiegel versteckt war. Wir stellen unterwegs fest, dass der Basti immer noch nicht richtig laufen kann (was für ein Detektiv bist du denn, wenn du nicht mal zwei Meter laufen kannst ohne wie ein Pferd gleich zu schnauben?) und wir stellen fest, dass die geile Käthe trotz ihrer Größe und den 20 Köpfen die nur von einer dünnen Wirbelsäule getragen werden, schneller ist als der Road Runner. Die Frage, wie viel Head & Shoulders die geile Käthe pro Woche braucht, stellen wir uns nicht.

Wir können in einen Raum flüchten und können der geilen Käthe die Tür vor der Nase zuschlagen. Käthe ist dumm genug und schafft es nicht, eine ganz normale Tür zu öffnen. Bei den vielen Köpfen dauert es aber auch, bis ein einfacher Gedanke verarbeitet werden kann. Zu unserem Glück gibt es eine kleine Leiter, die uns dabei hilft, in den höher gelegenen Lüftungsschacht zu klettern. Kaum sind wir im Lüftungsschacht, da kommt die geile Käthe durch die Tür gekracht. Zum Glück ist sie zu groß für den Lüftungsschacht. In dem Moment bete ich, dass das Spiel den Lüftungsschacht nicht vergrößert oder dass die geile Käthe geschrumpft wird. Seit dem ersten Teil weiß ich, dass in der Gedankenwelt alles möglich ist und man nie wirklich sicher ist.

Wir folgen dem Lüftungsschacht als vor uns eine vereinzelte Ratte auftaucht. Ich denke mir noch, dass nichts passieren wird, weil man wohl kaum eine kleine, süße Ratte töten wird und schon gar nicht in einem Lüftungsschacht, aber nichts da! Seit "Alien: Isolation" sind Lüftungsschächte in Videospielen nicht mehr sicher und seit "Dead Space" gilt das auch für Aufzüge. Kaum kommen wir der Ratte entgegen, da schneidet die geile Käthe die Ratte samt Lüftungsschacht ein Stückchen entzwei. Nur als Warnung, dass die geile Käthe uns noch jagt.


Die OBI-Käthe gibt einfach nicht auf! Wie viel Kohle wohl ein Friseur bei der verdienen würde...?

Wir verlieren keine Zeit und verlassen den Lüftungsschacht. Wir befinden uns in einem langen Korridor. Links und rechts stehen diverse Tische und Utensilien. Ich weiß nicht mehr, ob es eine Küche war, aber es war auf jeden Fall nicht der OBI-Markt bei dem die geile Käthe ihre Kreissäge gekauft hat. Hm, ich stelle mir nur kurz vor, wie die geile Käthe einkaufen geht. Besonders stelle ich mir den Kassenbereich vor, wo die Kinder immer noch das letzte Ü-Ei, den USB-Stick oder das Kaugummi von ihren Eltern haben wollen. Hm, ob bei der geilen Käthe dann 20 Köpfe alle etwas anderes haben wollen? Kein Wunder, dass die so deppert im Schädel ist.

Wir gehen also den langen, in rotes Licht getauchten Korridor entlang als hinter uns die geile Käthe auftaucht und uns den Korridor entlang jagt. Wir rennen um unser Leben, dem rettenden Licht am Ende entgegen, doch was ist das? Aus dem Licht kommt uns Stefano entgegen, der uns ein Messer mit voller Wucht in die linke Schulter wirft. Durch den Aufprall fallen wir hin und die geile Käthe greift uns mit dem linken Wurst-Wirr-Warr von einem Arm an. Wir schaffen es uns zu befreien und können der geilen Käthe durch das Licht entkommen. Wir atmen kurz durch und stellen fest, dass wir plötzlich in einem Haus sind.


Willkommen in Union!

Immer noch vom Adrenalin überrannt, beginne ich das Haus zu durchsuchen. Alles ist heruntergekommen. Wer hat eine Routine programmiert, dass alles so zerfallen soll in dieser Gedankenwelt? Jedenfalls durchsuchen wir jeden Raum und nur durch Zufall entdecken wir beim verlassen des Hauses eine versteckte Pistole. Wir öffnen also die Haustür, treten ins Freie und sehen zum ersten Mal die Stadt Union, welche auf dem ersten sehr idyllisch und friedlich wirkt. Wir erstatten Kidman per Funk Bericht und erzählen ihr, dass ein Psychopath sein Unwesen in Union treibt. Das Gespräch ist kälter als der Nordpol, immerhin hat Kidman uns im ersten Teil verraten.

Wir lassen das Gespräch mit Kidman gedanklich ruhen und folgen der Straße zu einem weiteren Haus. Als wir uns dem Haus nähern, rennt eine verstörte Frau weg und in das Haus. Wir hören nur, wie sie immer wieder ruft, dass jemand essen soll. Keine Ahnung wer etwas essen soll, aber die Sache ist nicht ganz koscher. Da wir Detektiv sind, müssen wir der Sache auf dem Grund gehen und schleichen kurzerhand in das Haus.

Wir schleichen dem Flur entlang und sehen in einer Cutscene, wie die Frau ihrem Sohn haufenweise ekeliges Zeug in den Mund stopft. Der Sohn ist kurz vorm würgen, aber das interessiert die Mutter nicht. Sie knallt den Kopf ihres Sohnes auf dem Esstisch und bricht ihn dadurch die Nase. Jeder Boxer wäre so stolz auf die Muddi. Wir beobachten das Geschehen durch den Türspalt, doch unser Glück ist nicht auf unserer Seite. Dadurch dass wir die Tür einen Spalt weit geöffnet haben, ist eine leere Flasche, die an der Tür lag, ins rollen gekommen. Tja, drei Mal dürft ihr raten, wo die leere Flasche hin gerollt ist.

Richtig! Genau an den Fuß von Muddi, die uns sofort bemerkt und durch die Tür springt und uns angegreifen will. Basti kennt das alles schon vom ersten Teil und verpasst Muddi einen Kopfschuss. Leider hat Muddi mehr mutierte Scheiße im Hirn als die Verrückten im ersten Teil und sie greift uns an. Zwei Schüsse später ist Muddi endgültig Geschichte. Ja, die sogenannten "Verlorenen" halten mehrere Kopfschüsse aus und können sogar wieder aufstehen. Das Verbrennen von Gegnern entfällt beim zweiten Teil komplett.


Mutterliebe, neu definiert!

Muddi ist tot und wir können uns den Sohn anschauen, der nicht nur tot ist, sondern auch eine gebrochene Nase und komische Schlitzaugen hat. Ja, die Muddi hat ganze Arbeit geleistet, als sie den Kopf ihres Sohnes mehrfach auf dem Esstisch geknallt hat. Das ist wahre Mutterliebe denke ich und verlasse das Haus. Draußen erkläre ich Kidman wieder, dass die Scheiße nicht mehr dampft, sondern kocht und ich beschließe, der Straße weiter zu folgen.


Idyllisch, aber viel zu ruhig!

Außer ein paar Kisten, die wir kaputt machen können, gibt es auf der Straße nichts besonderes. Union sieht trotzdem toll aus. Wir kommen an einem eisamen Auto vorbei als wir plötzlich Schüsse hören. Zwei Mobius-Agenten werden von Verlorenen angegriffen. Einer stirbt, während der andere in ein Haus fliehen kann. Wir überlegen nicht lange und schalten die vielen Verlorenen mit Schleichangriffen aus. Letzten Endes können wir die Tür zu dem Haus eintreten, in das der Mobius-Agent fliehen konnte, aber weitere Verlorenen wollen uns angreifen. Munition ist aktuell noch Mangelware, also nutzen wir das alte Bücherregal und werfen es vor die Tür. Wir beten, dass diese Barrikade helfen wird.


Was guckst du? Du kommst hier nicht rein!

Wir tun das, was wir am besten können: Wir durchsuchen das Haus nach nützlichen Dingen. Am Ende werden wir auf Liam O'Neal treffen, den Mobius-Agenten, der sich als einer der Leute herausstellt, die wir zusammen mit anderen Mobius-Mitarbeitern aus Union retten sollen. Bevor wir reden können, endet das zweite Kapitel!

_________________
Nach oben Nach unten
 
The Evil Within 2 - Tagebuch & Review
Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Onkel Mori's Zockerbude :: Unterhaltung :: Gaming und Technik :: Reviews-
Gehe zu: