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 Resident Evil 4 - Incubate-Report | Prolog

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SanderCohen
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BeitragThema: Resident Evil 4 - Incubate-Report | Prolog   Di 13 März 2018, 22:33

Es gibt ein Dorf, welches vom Bösen umgeben ist.
Ein Dorf voller Trauer.
Ein Dorf, an dessen Straßenrändern keine Blumen gedeihen.
Ein Dorf, wo man keine Fröhlichkeit vorfindet und wo man kein Lachen hören wird.
Ein Dorf, wo man weder Kinder noch sonstiges Leben finden wird.
Die einzige Spur von Leben sind die Dorfbewohner.
Sie sind nur noch Schatten ihrer selbst.
Hier werdet Ihr die Wahrheit finden.
Die letzten Worte jener Dorfbewohner, bevor sie dem Wahnsinn verfielen.
Hier findet Ihr die letzten Notizen, die Euch zwei Seiten aufzeigen werden:
Wie das Leben vorher im Dorf war und wie es nachher im Dorf war.

Seid jedoch gewarnt!

Es ist nichts als die Wahrheit und diese wird schmerzhaft sein.
Nach den Notizen werdet Ihr die Dorfbewohner bestimmt mit anderen Augen sehen und Euer Hass auf Osmund Saddler wird wachsen!



Eintrag am ersten Tag:

In diesem Dorf hält man seine Familie, seine Nachbarn und die lachenden Kindern in Ehren. Es ist ein einfaches, aber schönes Leben. Das Leben in diesem Dorf ist geprägt von Bräuchen und Traditionen. Es ist einfach nur ein tolles Leben, das man in diesem Dorf jeden Tag lebt.
Die Zeit hier vergeht wie im Flug. Es ist, als ob ich gestern erst geboren wäre. Ich kann mich an fast alles erinnern. Von meiner Geburt bis zum ersten Tag, an dem ich arbeiten durfte. Deswegen liebe ich dieses Dorf so sehr.

Es könnte meinetwegen immer so weitergehen. Manchmal lasse ich einfach alles stehen und liegen. Dann nehme ich eine Feder und schreibe damit meine Gedanken auf ein Stück Papier, damit die zukünftigen Generationen, die in diesem Dorf leben werden, sich an die vergangenen Tage erinnern können.


Eintrag am zweiten Tag:

Sowohl Männer als auch Frauen arbeiten hart im Dorf und auf dem Feldern. Sobald die Zeit gekommen war, machte sich das ganze Dorf fleißig an die Vorbereitungen für die Ernte.
Sobald die Sonne aufging und die Kirchenglocke läutete, war es an der Zeit zu arbeiten. Die Frauen sangen Lieder oder unterhielten sich miteinander. Gleichzeitig waren sie hart am arbeiten. Sie sähten zum Beispiel die Samen fürs Getreide.
Am Abend saß man gemütlich zusammen und aß die Essenspakete, welche man morgens fertig gemacht hatte. Nicht jeder arbeitete auf den Feldern. Manche backten zum Beispiel Brot oder beschäftigten sich anderweitig, aber jeder hatte Arbeit, die erledigt werden musste, so war es schon immer Brauch gewesen und jeder liebte seine Arbeit.
Das arbeiten auf dem Feldern verglichen wir immer mit dem großziehen von unseren Kindern.
Nur durch die Liebe und Hingabe der Dorfbewohner und dem Segen von Mutter Natur konnten wir immer gute Ernten erzielen.


Eintrag am dritten Tag:

Für mich galt natürlich dasselbe. Schon unsere Kinder mussten helfen, auch wenn es harte Arbeit war. Sie mussten die Hühner aufscheuchen oder die schweren Eimer mit Milch, welche ein Bewohner vorher von den Kühen gemolken hatte, tragen. Die Dorfbewohner waren eine Art Blutsbande. Ein Außenstehender würde sagen, dass das Dorf eine Art große Familie sei und damit hätte der Außenstehende richtig gelegen. Jeder Bewohner half dem anderen. Jeder kleine Junge wusste, das wenn er erwachsen sein würde, er den anderen Bewohnern helfen müsse.

Mein Vater war ein Mann der wenig redete, aber er wusste, wie man Kühe melkte. Seine Hände hatten einen Druck, mit dem man Kühe leicht melken konnte. Einmal hat er sich etwas frischgemolkene Milch auf seinen Finger getan. Ich war damals ein kleiner Junge gewesen. Ich durfte die frischgemolkene Milch von seinem Finger lecken. Es war lecker. Stunden später saßen wir damals zu Hause und tranken diese leckere, frischgemolkene Milch. Ich erinnere mich noch gut an diese Zeit.


Eintrag am vierten Tag:

Am Abend wurden wir von einem Freund zum Essen eingeladen. Er hilft bei den Ausgrabungen unter der nahegelegenden Burg mit und ist sichtlich stolz und froh darüber. Ich hingegen war froh, das wir zusammen am Tisch saßen, zusammen etwas tranken und uns unterhielten.
Mir fielen die Möbel hier auf. Sie waren schon sehr alt gewesen, keine Frage, aber sie waren sehr gut gepflegt worden. Mein Freund erklärte mir, das man sehr auf die Möbel Acht gäbe und das man sie noch lange behalten wollte. Alles in allen waren die Menschen hier nicht anders wie bei mir im Dorf. Nur die Art, wie man sich hier in der Burg kleidete, war anders, aber mir gefiel es. Es hatte etwas besonderes und amüsantes an sich.

Draußen konnte man den Garten sehen. Ich sah ein schön angelegtes Blumenbeet. Als kleines Dankeschön für das gemeinsame Essen, nahm ich ein Stück Papier und potraitierte meinen Freund und seine Frau. Sie sollen das Bild über die Wiege hängen. Und wenn ihr Kind groß wird, können sie sich nebenbei immer an unser gemeinsames Essen erinnern. Sie waren überwältigt von dem Bild. Und ich bedankte mich innerlich dafür, dass sie von meinem Potrait überwältigt sind.


Eintrag am fünften Tag:

In diesem Dorf gibt es eine Geschichte, die man sich immer wieder erzählt. Man erzählt sich eine Geschichte über dem ersten Kastellan der Burg. Einen Kastellan, den man lobte und der gegen das Heidentum in der nahen Umgebung kämpfte. Nur durch diesen Kastellan leben wir in Frieden und ohne diesen Kastellan gäbe es das Dorf nicht!
Es ist bloß eine Geschichte, die eine Großmutter ihren Enkeln erzählte, weil die Eltern im Dorf arbeiten mussten. Die Großmutter erzählt die Geschichte ihrer Enkelin und diese erzählt sie später, wenn sie selbst Großmutter ist, wieder ihrer Enkelin. Es geht immer so weiter und so wird die Geschichte immer weiter erzählt.

Der Kastellan der Burg war ein Mann mit einem ausgeprägten Sinn von Gerechtigkeit. Er beschützte das Dorf. Aber der neue Kastellan, Ramon Salazar...


Eintrag am sechsten Tag:

Es war Erntezeit.
Dieses Mal hatten wir Obst, Gemüse und Getreide im Übermaß. Nun konnten wir die zusätzlichen Waren in der nahegelegenden Stadt für einen guten Preis verkaufen und uns davon Dinge wie z. B. Benzin kaufen. Die Dorfbewohner arbeiten alle zusammen und beladen den LKW mit den zusätzlichen Waren. Weil es harte Arbeit war, mussten selbst die Kinder mithelfen. Der Fahrer trat aufs Gaspedal und der LKW fuhr los.
Eines war klar: Kinder waren ein besonderes Hab und Gut, jeder Dorfbewohner wusste das. Und jeder wünschte sich, das diese Kinder einmal groß und stark sein würden um mitzuhelfen.

Als wir fertig mit der Arbeit waren, war es bereits Abend.
Morgen ist das Erntefest. Ich sollte also heute früh ins Bett gehen, damit ich morgen, früh wieder raus komme.


Eintrag am siebten Tag:

Heute findet das Erntefest statt. Ein Fest, bei dem wir Mutter Natur für die Ernte danken.
Iss, sovie du willst, tanz so oft im Kreis wie du willst und danach legst du dich hin und schaust dir den wunderschönen Himmel an. Und weil das ganze Abends stattfindet, dürfen die Kinder so lange aufbleiben wie sie wollen. Sie dürfen spielen so lange sie wollen. Die Eltern erlauben es ihren Kindern, weil es eines der wenigen Feste ist, welche wir hier im Dorf haben.

Menschen lesen laut ihre selbstgeschriebenen Geschichten vor, ganze Familien freunden sich richtig an und singen anschließen im Chorus zusammen. Das alles als Dank für die harte Arbeit die wir auf dem Feldern und im Dorf geleistet haben.

Wenn dann noch der Mann mit der Gitarre kam, dann wurde selbst der schüchterndste Bewohner fröhlich und lachte, so wie das ganze Dorf an diesem Abend in Fröhlichkeit und Heiterkeit versank.

Irgendwer fehlte aber. Unser Bürgermeister, Bitores Mendéz war zum ersten Mal nicht beim Erntefest anwesend. Er arbeitete wohl mit dem Priester mal wieder in der Kirche und hatte es deswegen wohl nicht zum Fest geschafft.


Eintrag am achten Tag:

Viele Menschen im Dorf kochen zusammen. Wir benutzen das Getreide von den Feldern, die Milch von den Kühen, die Eier von den Hühnern und die Fische aus dem See und den Flüssen. Andere Zutaten kaufen wir in der nahegelegenden Stadt ein.
Mein Bruder lebt in der Nähe vom Dorf. Er hat seinen Karren mit diversen Gütern vollgepackt. Wir zogen los, mit der scheinenden Sonne im Nacken. Unterwegs hörten wir die Vögel zwitschern, sahen uns die Blumen am Wegesrand an oder unterhielten uns mit anderen Dorfbewohnern, die wir unterwegs trafen und die nach Hause wollten.
Die Familie meines Bruders wohnte außerhalb. Mein Bruder hatte ein paar Sachen von unseren Vater dabei gehabt, die er bei seiner Frau lassen wollte. Leider wurde es später als erwartet und ich musste wieder zurück. Aber es war schön gewesen, mit meinem Bruder die Zeit verbingen zu können.

Mir fällt ein, das ich meiner Frau und meiner Tochter noch Bescheid geben musste wegen Sonntag. Bürgermeister Bitores Mendéz wollte an diesem Sonntag alle Dorfbewohner in der Kirche sehen, warum auch immer.


Eintrag am neunten Tag:

Nachdem der Bürgermeister, Bitores Mendéz, seine Rede gehalten hatte, überließ er das Wort Lord Osmund Saddler. Eines war klar gewesen: Bitores Mendéz, unser Bürgermeister, verehrte und respektierte Lord Saddler, dem Führer der Los Illuminados.

Lord Saddler war nur wegen uns Dorfbewohnern gekommen. Er hielt eine wunderbare Predigt. Diese Predigt dauerte Stunden. Er erklärte uns, wie wir unsere Seelen bereinigen könnten und wie wir für immer glücklich sein könnten und was wir dafür tun mussten.

Es würde mich wundern, wenn Lord Saddler heidnisch wäre.
Am Abend wurden wir zum Essen eingeladen von meinem Freund. Aber kurz nach dem gemeinsamen Essen passierte etwas. Seine Persönlichkeit änderte sich von einer Sekunde zur nächsten. Er wurde gewaltbereiter. Es machte mir Angst. War dies das, was uns Lord Saddler gepredigt hatte, das wir ohne seine Anweisungen und ohne seine Predigt nicht glücklich, sondern langsam gewaltbereiter werden würden?

Die Los Illuminados waren da, um uns zu beschützen. Sie waren gekommen, um uns vor uns selbst zu schützen. Kaum zu glauben, aber sie waren gekommen, um wundervolle Taten zu vollbringen.


Eintrag am zehnten Tag:

Um unser sündenvolles Blut, das mit unserem Herzen eins geworden war, zu reinigen, taten wir, was man uns auch sagte. Es wurde an der Zeit, unsere dreckigen Blutlinien zu reinigen und eins zu werden.

Mein Bruder war es, der die Zeremonie ablehnte. Er schrie zu mir: "Bruder! Hilf mir!". Jeder Dorfbewohner wusste nun, das es niemanden geben dürfe, der die Zeremonie verweigerte. Jeder einzelne Dorfbewohner war nun ein Teil dessen, was der Bürgermeister und Osmund Saddler repräsentierten. Aus diesem Grund sprach ich mit der Frau meines Bruders. Ich erklärte ihr die Lage und alles andere. Am Ende stimmte sie der Zeremonie zu, ebenso wie mein Bruder ein wenig später.

An diesem Tag kamen wir Dorfbewohner der Wahrheit auf die Schliche. Der erste Kastellan war eifersüchtig in Bezug auf die Macht der Los Illuminados, weshalb er den wundervollen Glauben der Los Illuminados unterdrückte. Der neue Kastellan, Ramón Salazar, konnte Verbindungen zu den Los Illuminados herstellen und die alte Macht und den Glauben der Los Illuminados wiederherstellen.

All die Jahre in denen die Großmütter den ersten Kastellan hochgelobt hatten und seine Geschichten erzählt hatten, waren nichts weiter als in Lügen getränkte Jahre gewesen.


Eintrag am elften Tag:

Ich hatte mich richtig gewundert. Ich hatte eine kleine Behinderung, die nun komplett verschwunden war. Auf dem Gesicht meiner Frau konnte ich ebenfalls Verwunderung sehen.
Nach dem Essen passierte etwas mit unserer kleinen Tochter. Ihr Gesicht verzog sich zu einer einzigen schmerzerfüllten Miene. Ihre Haut schälte sich. Ich wollte ihr sofort helfen, aber was um Gottes Willen sollte ich tun?
Meine Tochter... meine geliebte Tochter... sie ist tot!
Meine Frau stand regungslos und entsetzt da. Ich habe versucht zu glauben, was ich gerade gesehen hatte, aber ich konnte es nicht glauben.

Ich habe starke Schmerzen in meinem Kopf. Es ist, als ob sich mein Kopf in zwei Teile teilen würde. Das Blut in meinem Körper wurde heißer, es war, als ob es kochen würde. Vielleicht war es Fieber. Ich hörte die Stimme meiner Tochter in meinem Kopf, die mir sagte, das ich ein wertloses Stück ******* sei. Dann begann sich meine Haut zu schälen.


Eintrag am zwölften Tag:

Ich rannte so schnell wie ich nur konnte zu meinem Bruder. Sein Sohn lag krank im Bett. Um seinen Mund klebten Blutreste, die er ausgehustet hatte. Mein Bruder sagte, das der Körper seines Sohnes mit Schmerzen übersät sei. Sein Sohn starrte mich mit glasigen Augen an, in denen sich Wahnsinn wiederspiegelte. Ich musste mir die Ohren zuhalten, da mich sein wahnsinniges Geschrei fast selbst in den Wahnsinn trieb.

In nur wenigen Tagen waren alle Kinder im Dorf tot gewesen. Unsere geliebten Kinder waren tot gewesen. Nicht ein einziges hatte überlebt! Kein einziges war am Leben!

Die wenigen Jugendlichen im Dorf wuchsen rasend schnell innerhalb kürzester Zeit zu Erwachsenen heran. Sie haben jedes Gefühl, das ein Mensch besaß, verloren.
Manche von denen rannten verwirrt in der Gegend rum und taten merkwürdige Dinge. Andere taten nichts anderes als zu fressen. Wiederum andere versetzen andere Dorfbewohner in Angst und Schrecken, indem sie etwas von schrecklichen Krankheiten murmelten. Ein anderer war lange verschwunden, bevor er überraschend ins Dorf wiederkehrte.

Heute morgen... Heute morgen habe ich Blut gehustet!


Eintrag am dreizehnten Tag:

Wir haben eine Nachricht vom Bürgermeister, Bitores Mendéz erhalten:

"Das Leben unseres geliebten Lord Saddler ist möglicherweise in Gefahr! Falls Ihr jemanden seht, der hier herumschnüffelt, dann tötet ihn!
Tötet jeden Eindringling!

Auf das Wohl unseres geliebten Lord Saddler.
Möge er uns weiterhin segnen, uns lange erhalten bleiben und uns weiterhin Anweisungen geben!"

Heute sah ich, wie der Kopf eines Bewohners sich in zwei Teile geteilt hat...

Epilog:

Das Dorf ist nun eine Verköperung des Bösen!
Mit Menschen, die jede Art von Verstand verloren haben.
Intriganten Menschen.
Menschen, die Konflike heraufbeschwören!

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ALLGEMEINE INFO!

Der "Incubate-Report" wurde ursprünglich als Beilage zu einer japanischen DVD veröffentlicht, welche Resident Evil 4 als zusammen geschnittenen Film enthielt. Über die Qualität des Films lässt sich dabei streiten.
Wichtig ist jedoch, dass der Incubate-Report die Ereignisse der Dorfbewohner schilderte, bevor sie dem Wahnsinn verfallen waren.

Dieser Report, welcher in Form eines Tagebuchs niedergeschrieben ist, wurde von mir aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

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