Resident Evil: Child of Sorrow [Fanfiction]

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Resident Evil: Child of Sorrow [Fanfiction]

Beitrag von SanderCohen am Do Aug 10, 2017 12:02 am

Nach einer sehr langen Pause beginne ich nun meine neue Fanfiction im Resident Evil-Universum. Viel Spaß! Smile



Unbewaffnet und ohne Hilfsmittel findet sich Barry Burton in der eisigen Hölle von Alaska wieder. Er folgt der Spur von Sheng-Ya, einem Pharmakonzern, der sich quasi aus den Überresten von Umbrella an die Spitze des Bioterrors gebracht hat.

Barry weiß nicht, was ihn erwarten wird und ehe er versieht, gerät er in einem Kampf, der ihn alle Kräfte kosten wird. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig.

Die verstreuten Hütten in Alaska sind Barrys einzige Hoffnung, doch schon bald muss Barry feststellen, dass ein alter Bekannter in Alaska seine Rückekkehr feiert: Der t-Virus!

Immer wieder muss Barry gegen die erfrorenen Leichen der Dorfbewohner kämpfen, die ihm selbst unter der Eisdecke des großes Sees folgen. Doch diese Zombies sind das geringste Problem.
In den Wäldern Alaskas wird Barry von "Hatur" gejagt, einer riesigen, mutierten Krähe. Im Dorf Vulkun hingegen macht der mutierte Bär "Vonska" dem nach Essen suchenden Barry das Leben zur Hölle.

Warum wurde der t-Virus freigesetzt? Wer ist der kleine Junge, der offenbar für alles verantwortlich ist?

Prolog: Die aktuelle Lage!

Kälte zieht sich dem gigantischen Wolkenkratzer hoch, der mit seinen blauen Glasfassaden über alles ragt, was Tokyo an Hochhäusern zu bieten hat. Die Nacht ist klar und kalt. Leben regt sich auf dem Straßen kaum. Nur die vielen bunten Lichterketten von diversen Einkaufsläden, Restaurants und Wohnhäusern vermitteln den Eindruck, als wäre Tokyo eine lebendige Stadt.

Als der C-Virus die Stadt überrannte, war Tokyo sehr lebendig gewesen. Seit diesem Anschlag hat sich die Stadt nie wieder erholt. Die wenigen Menschen, die überlebt haben, laufen mit Atemmasken durch die Straßen, ihre Blicke immer mit Angst umherwandernd, jederzeit bereit, einem weiteren Bioterror-Anschlag zum Opfer zu fallen. Und dennoch, vielleicht zum Trotz, leben hier wieder Menschen mit ihren Familien. Dass die Stadt zu dieser Uhrzeit nahezu leer ist, ist zwar ungewöhnlich, aber kein Ergebnis von irgendeinem Angriff, sondern einfach nur ein unheimlicher Zufall.

In dieser unheimlichen Nacht also überragt ein Wolkenkratzer alles andere. Blaue Glasfassaden lassen keine Blicke ins Innere zu. Es ist nicht die Größe dieses Gebäudes, was alles in den Schatten stellt. Es ist die kalte Fassade, die einfach nicht in das Gesamtbild einer kulturellen und bunten Stadt passt. Es ist so, als würde man eine Nonne mitten in ein Bordell stellen. Sie ist da, wird belächelt, aber am Ende des Tages wissen Nonne, Freier und Prostituierte, das irgendetwas faul ist. Genau so verhält es sich mit dem Wolkenkratzer des größten Pharmakonzerns "Sheng-Ya".

Pharmakonzerne haben dank der Umbrella Corporation einen sehr schlechten Ruf erfahren. Plötzlich werden selbst die harmlosesten Medikamente mehrfach hinterfragt, getestet und öffentlich verflucht, obwohl sie vielleicht sogar dass sind, was auf der Verpackung steht. Doch seit der t-Virus in einigen Hautcremes entdeckt wurde, ist die Panik erneut entfacht. Die Menschen haben keine Angst vor Bioterror-Anschlägen. Nein, sie haben Angst, dass der Bioterror bereits unsichtbar in ihrem Haushalt schlummert.

Die Menschen fürchten die unsichtbare Gefahr, die sich vielleicht in ihrem Duschgel, den Süßigkeiten oder dem Hundefutter versteckt. Die Gefahr ist immer allgegenwärtig und ständig tauchen Berichte über neue infizierte Produkte auf. Umbrella ist Geschichte, aber das Erbe lebt weiter. Es spielt keine Rolle, ob der neue Schrecken nun Umbrella oder Tricell heißt. Die Wurzeln des Bioterrors breiten sich aus. Nicht in dem sie die Menschen körperlich infizieren oder mutieren lassen. Nein, die Wurzeln des Bioterrors dringen tiefer!

Von all den Pharmakonzernen ist "Sheng-Ya" einer der Konzerne, die gar keine Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Man stellt sich nicht vor die Menschen und versucht irgendwelche Panikmache zu unterbinden. Nein, der Konzern veröffentlicht seine Salben, Medikamente und Hygieneartikel einfach ohne Kommentar und ohne großes Marketing in der Öffentlichkeit. Bisher mit Erfolg. Die Produkte verkaufen sich hervorragend und beinhalten nur natürliche Inhaltsstoffe. Damit hat der Konzern ein großes Vertrauen erlangt.

Aktuell sind die Aktien des Konzerns erfolgreicher, als es noch bei Umbrella der Fall gewesen ist. Das alles hängt auch mit der "Transparenz" des Unternehmens zusammen. Man macht keinen Hehl daraus, dass man die Forschungen von Umbrella weiter verfolgt. Nein im Gegenteil. Man hat diverse Virenforschungen öffentlich bekannt gegeben und sogar um Hilfe bei der Forschung gebeten. Natürlich war man skeptisch, ob man jemals einen Pharmakonzern wieder trauen könnte, doch es war am Ende die offene Haltung des Konzerns, die weltweites Vertrauen wieder neu entfachen ließ.

Zumindest bei den hohen Tieren von der BSAA, der CIA und dem FBI. Die normalen Menschen hingegen bleiben für immer skeptisch. Diese Skepsis kommt nicht von ungefähr. Man hat nicht vergessen, das auch Umbrella einst blindes Vertrauen genoss. Und so sehen die wenigen Bewohner in Tokyo den großen Wolkenkratzer nicht als Vertrauten, sondern als bedrohlichen Schatten, der heimlich seine dunklen Krallen ausstreckt.

Kapitel 1: Die Eisleichen - Teil 1

"Lake Dead" so nennen die Einheimischen diesen See, der mehr Leichen enthält, als so manches Schlachtfeld aus einem Weltkrieg. Nein, hier ruhen nur wenige Soldaten. Hier bestattet man noch heute die Einwohner des Dorfes Vulkun und das seit Generationen.

Niemand weiß, was am Grund dieses Sees so alles liegt, aber vielleicht will man das auch nicht wissen.
Vulkun ist heute ein kleines, verlassenes Dorf mitten in der Einöde von Alaska. Wer hier her kommt, ist entweder ein bescheuerter Überlebenskünstler oder einfach nur ein bescheuerter Mensch. Das einzige, was hier draußen überleben kann, sind Wölfe, Krähen, Bären, Hasen und Hirsche.

Menschen haben hier draußen keine Chance mehr zum leben. Früher war das anders gewesen. Früher haben die Menschen hier in Gruppen zusammengelebt. Man hat zusammen gejagt und zusammen Lagerfeuer zum wärmen errichtet. Wenn man nun Vulkun anschaut, dann sieht man haufenweise Häuser, die die Konturen des Sees nachahmen. Verlassen und mit Schnee bedeckt, ebenso wie die kleinen Fischerhütten, die man für das Eisangeln mitten auf dem See errichtet hat - einem See, in dem wohlgemerkt die Toten ruhen!

Über Vulkun kann man nicht so viel sagen. Es ist ein Dorf mitten in Alaska. Sechs Stunden benötigt man, um in die nächste größere Stadt zu kommen, was dazu geführt hat, dass Vulkun trotz seiner mittelalterlichen Atmosphäre doch modern war. Ja, die Häuser wurden selbst gebaut, aber man konnte durch die Nähe zu einer anderen Stadt zumindest für Strom und auch für Unterhaltung sorgen. Kurz gesagt: Vulkun war ein selbstgebauter Haufen von alten Häusern, die aber mit Hilfe von Generatoren dennoch über Strom und damit auch über Radios und Fernseher verfügten, auch wenn es ironischerweise keine modernen Unterhaltungsgeräte waren.

Der letzte Bewohner von Vulkun war der alte Jack Moany gewesen. Ein Mann, dessen schneeweißer Bart so verzottelt war, dass er auf natürliche Weise schon Dreadlocks bildete. Immer mit einem klassischischen roten Holzfällerhemd und einer Bärenmütze unterwegs gewesen. Der alte Moany liebte Vulkun über alles. Hätte ein Tourist gefragt, wie man Vulkun am besten beschreiben könnte, so hätte der alte Moany seine Bärenmütze nach oben geschoben, wäre sehr dicht an den Touristen heran getreten und hätte emotionslos, fast schon rational erwidert:

"Vulkun ist kalt und tödlich. Wenn dich die Wölfe oder Bären nicht töten, dann erfrierst du einsam irgendwo, aber vorher wirst du schreien, wenn du versuchst, deine gefrorene Pisse aus deinem Schwanz zu bekommen!"

Das hätte der alte Moany in seiner emotionslosen und rauen Art und Weise erwidert. Nicht unbedingt böse gemeint, sondern ehrlich. Und nun steht der alte Moany hier am Seeufer.

Seine weißen, glasigen Augen schauen stur und kalt über den See, während die knallrote Haut auf seinem Gesicht langsam verrottet. Er scheint zufrieden zu sein mit seinem neuen Dasein. Der letzte Bewohner von Vulkun ist nun der erste Crimson Head.

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Re: Resident Evil: Child of Sorrow [Fanfiction]

Beitrag von SanderCohen am Fr Aug 11, 2017 9:06 am

Kapitel 1: Die Eisleichen - Teil 2

Der Wind heult über den See und die Bäume knacken laut, während sie sich im Wind zu allen Seiten biegen. Die Hütten hier am See sind von Schnee bedeckt und äußerlich scheinen sie verlassen zu sein. Na ja, im Inneren wird man wohl auch kaum jemanden antreffen, aber man sollte nicht erwarten, dass hier abends ein kleines Licht die Hütten erleuchtet und ein atmosphärisches Bild zaubert. Nein, soviel Romantik besitzt Vulkun nicht mehr. Soviel Romantik gab es hier aber auch schon früher nicht. Vulkun ist ein Dorf, das einem sofort vermittelt, was einem erwarten wird.

Nun ist die einzige Form von einer romantischen Hütten-Szenerie ein rothäutiger Untoter, dessen markanter Bart kaum noch vorhanden ist, weil der t-Virus sich nur wenig aus Körperbehaarung macht. Zumindest im Fall von Jack Moany, der sich seiner neuen Lage sehr bewusst ist. Normalerweise sorgt der t-Virus dafür, dass man ziemlich blöd da steht. All die Zellen, die sich regenerieren und die mutieren sorgen bei einem Menschen für einen Zustand, den viele als "Zombies" bezeichnen. Sobald ein Zombie ein gewisses Stadium erreicht, kann er entweder zu einem Crimson Head oder zu einem Licker werden. Die genaue Entscheidung, wann ein Zombie zu so einem Wesen mutiert, ist nicht weiter bekannt. Man nimmt allerdings an, das weibliche Zombies eher zu einem Licker mutieren.

Jack Moany ist relativ schnell von einem Zombie zu einem Crimson mutiert. Er kann sich nicht einmal daran erinnern, dass er überhaupt ein Zombie gewesen ist. Alles woran er sich erinnert, ist die Kälte, die ihn in die Knie zwang und ihn letzten Endes getötet hat.

Er wollte die Hütten nach Sachen zum überleben absuchen. Vulkun ist zwar ein Dorf, welches hauptsächlich hier am See seinen Kern hat, aber es gibt überall auf den Bergen weitere Hütten und sogar in manchen Höhlen haben Menschen gelebt. Man nahm, was man kriegen konnte. Wer Geld besaß, kaufte sich eine Axt, fällte Bäume und baute sich eine Hütte. Wer noch mehr Geld besaß konnte sich sogar ein ******haus bauen, immer mit der Gefahr, dass beim Abseilen plötzlich ein Bär vor dem "Häusl" steht. Norman Kleen ist damals auf dem Klo von einem Bären überrascht worden. Unschöne Geschichte, an die sich Jack Moany noch sehr gut erinnern kann.

Jacks Erinnerungen sind mehr als nur lückenhaft. Es sind nur noch Schatten in seinem Kopf. Obwohl Jack ein Crimson Head ist, kann er sich an manche Dinge noch erinnern. Es ist nicht so, dass er noch ein funktionierendes Gehirn im Schädel hat, aber auf irgendeine merkwürdige Art und Weise nimmt Jack nicht nur seine neue, mutierte Daseinsform wahr, nein er hat neben den unglaublichen Hunger, den er verspürt, auch das Gefühl, als würde er sich an einige Dinge erinnern. So weiß er immer noch, wo in den Bergen die anderen Hütten stehen und wer in den Hütten gelebt hat. Sogar an einzelne Gegenstände in den Hütten erinnert er sich.

Es sind aber nur Schatten, die nicht wirklich da sind. Vielleicht sind es auch keine Erinnerungen, sondern Dinge, die sein neues Ich ihm als Überlebensinstinkt vorgaukelt. Momentan herrscht in Jack ein tiefer, dunkler Hunger auf Menschenfleisch. Und vielleicht ist es wirklich ein Instinkt, der ihm sagt, wo sich Hütten und damit potentielle Verstecke für Menschen befinden. Noch bevor er dem inneren Hunger weiter lauschen kann, erregt der See seine Aufmerksamkeit.

Das Eis des Totensees fängt an laut zu knarzen und zu knacken. Risse bilden sich und bevor Jack versteht, was vor sich geht, sieht er unter der eisigen Oberfläche des Sees das verfaulte Gesicht von Jeremy Sanders, einem kleinen acht Jahre alten Jungen, der im See bestattet wurde, nachdem er Opfer einer Wolfattacke wurde. Er wurde nicht gefressen, aber seine Wunden machten die Hoffnung auf ein weiterleben zunichte.

Und nun starrt Jeremy von der Unterseite des Sees zu Jack hoch. Glasige, blaue Augen mit schwarzen Zähnen, die sich zitternd von rechts nach links im Kiefer bewegen und langen Fingernägeln, die an knochigen Fingern an der Unterseite des Eises kratzen, so als wollen sie Jack auf merkwürdige aber deutliche Art grüßen.

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