Review: Resident Evil 7 - Verbotenes Filmmaterial 2

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Review: Resident Evil 7 - Verbotenes Filmmaterial 2

Beitrag von SanderCohen am Mo Feb 27, 2017 10:19 pm

Ich möchte an dieser Stelle kurz auf den DLC "Verbotenes Filmmaterial 2" eingehen, der am 14. Februar 2017 für die Playstation 4 erschienen ist und am 21. Februar 2017 für die anderen Plattformen erscheinen wird.

"21"

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In der Episode "21" schlüpft der Spieler in die Rolle von Clancy, der mit seiner Hand an einer Maschine festgebunden ist. Ihm gegenüber sitzt ein Mann namens Hoffman, welcher eine Kapuze über sein Gesicht trägt und ebenfalls an einer Maschine festgebunden ist. Die beiden Spielen Black Jack nach den Regeln des kranken Lucas Baker.

Im Grunde genommen ist das Ziel einfach: Man muss gegen Hoffman gewinnen. Das tut man, in dem man mit Hilfe von einfachen Karten nicht den Gesamtwert von 21 überschreitet oder in dem man weniger Punkte hat als Hoffman. Klingt einfach, aber die Konsequenzen sind tödlich. In der ersten Runde verliert man nur seine Finger. In der zweiten Runde gibt es Elektroschocks und in der letzten Runde wird einem im schlimmsten Fall das Gesicht "massiert".

Mit jeder Runde wird das Black Jack-Spiel verschärft und verändert. Was sich anhört wie eine Szene aus einem "Saw"-Film, ist es im Grunde genommen auch. Ein Kartenspiel über drei Runden mit Folterszenen. Was anfangs noch ganz spaßig ist, verliert nach einer gewissen Zeit komplett an Reiz.

"TÖCHTER"

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Wie kam Eveline zu den Bakers? Das wird der Story-DLC "Töchter" nicht komplett beantworten, aber es gibt genug Hinweise am Ende. Zunächst sei gesagt, dass man sieht, wie Jack Baker nach Hause kommt und Eveline im Arm hat, die er beim Tanker "Annabelle" gefunden hat. Das nun das Unheil seinen Lauf nimmt, ahnt man bereits.

In der Rolle von Zoe Baker ist es nun die Aufgabe des Spielers, herauszufinden, was mit der Familie nach und nach passiert und wie man Eveline evtl. stoppen kann. Ganz zu schweigen davon, dass Zoe vor ihrer verrückt gewordenen Familie flüchten muss.

Man erlebt also, wie sich die Idylle von einer Sekunde auf die nächste Sekunde in Wahnsinn verändert und wie Jack und Marguerite langsam zu den "Monstern" werden, die man im Hauptspiel trifft. Das ganze wird dadurch atmosphärisch spannend, weil man keinerlei Waffen hat. Versteckmöglichkeiten gibt es auch keine. Jack und Marguerite sind eine ständige Bedrohung, auch wenn sie zwischendurch immer mal wieder noch versuchen, die Kontrolle zu behalten und Eveline in ihren Körpern zu bekämpfen. Dass das ganze nicht gelingen wird, zeigt das Hauptspiel.

Erwähnenswert sind zwei Dinge. Zum einen gibt es zwei Enden. Ein gutes und ein böses Ende. Zum anderen hat dieser DLC zwei kleine Probleme. Die Infizierung der Familie Baker geht viel zu schnell von statten. Das führt wiederrum dazu, dass dieser tolle DLC viel zu kurz ist. Der ganze DLC hätte langsamer sein müssen, was die Erzählweise betrifft. Dadurch wäre das ganze auch von der Spielzeit her länger geworden. Ansonsten erwartet den Spieler hier ein richtig guter und spannender Story-DLC.

"JACKS 55. GEBURTSTAG"

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"Mach Jack fett!" so lautet der Infotext im Ladebildschirm zu diesem geilen Bonusspiel. Im Grunde genommen geht es nur darum, unter Zeitdruck dem guten Jack ordentlich Futter in den Wanst zu schieben. Okay, er schiebt es sich selbst rein, keine Sorge.

Essen und Trinken sind in verschiedenen Arealen (welche man nach und nach freischaltet) verstreut und können untereinander sogar kombiniert werden. Natürlich gibt es unterwegs Hindernisse. Manche Türen sind verschlossen und leider tauchen auch einige Gegner auf, die euch daran hindern wollen, den lieben Jack zu mästen. Gegen die Gegner helfen euch natürlich Waffen. Am Anfang jedes Areals gibt es eine Kiste, auf die ihr immer zugreifen könnt. Darin gibt es neben Waffen, Munition und Heilmitteln auch passive Fähigkeiten wie z. B. bessere Feuerkraft und andere Sachen.

Alles was ihr in der Kiste findet, nimmt natürlich Platz im Inventar weg, was wiederrum wichtig ist, da auch die Lebensmittel Platz weg nehmen. Wer also alles mit Munition vollknallt, der kann auch kein Essen mitnehmen, was dann wiederrum dazu führt, das Jack immer wütender wird.

Pro Areal und Zeit gibt es noch am Ende diverse Ränge, mit denen ihr weitere Inhalte in der Kiste freischaltet. Der Wiederspielwert definiert sich also aus den freischaltbaren Belohnungen.

Unter'm Strich ist "Jacks 55. Geburtstag" ein spaßiger DLC, der leichten Trashfaktor besitzt und alles nicht so ernst nehmen will. Hier ist also Lachen und Spaß an der Tagesordnung - wenn man also nicht mehr als das erwartet, wird man gut unterhalten.

FAZIT

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Rund 15 Euro kostet dieser DLC, was also knapp 5 Euro pro Inhalt sind. Vielleicht hätte man alle drei Inhalte einzeln veröffentlichen sollen, denn die Episode "21" ist das Geld leider nicht wert, zumal der DLC auf reinem Glück basiert. Hinzu kommt, das man die ganze Zeit nur an einem Tisch sitzt und quasi keinerlei Bewegungsfreiheit hat.

Ich möchte gar keine Wertung abgeben. Wer die oben beschriebenen Inhalte mag, wird sicherlich Spaß haben und über kleine Mankos hinwegsehen. Allerdings lässt sich nicht abstreiten, dass das Hauptspiel von Resident Evil 7 keinen einzigen spielbaren Bonus besitzt, weshalb man hier zu recht fragen muss, ob die DLC-Inhalte bewusst aus dem Spiel genommen wurden, um sie für zusätzlichen Geldgewinn zu verkaufen.

Seien wir ehrlich: Die beiden DLC-Pakete hätte man kostenlos mit ins Hauspiel integrieren können. So bleibt am Ende nur die Hoffnung, dass der kostenlose DLC "Not a hero" im Sommer ordentlich etwas reißen wird.

Abschließend möchte ich trotz der Kritik ein Lob aussprechen für die Entwickler. Seit Resident Evil 5 besteht ein Großteil der spielbaren Boni nur aus "Mercenaries" oder dem Raid-Mode. Beides ist nicht schlecht, aber die DLCs zu Resident Evil 7 zeigen, Geldgeilheit hin oder her, dass die Entwickler noch interessante und durchaus spannende Ideen für Bonusspiele im Resident Evil-Franchise haben.
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